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Junge Mirower Band auf dem Vormarsch


Mirow. Das Spielen auf ihren Instrumenten haben sie sich selbst beigebracht, ihre Songs sind selbst geschrieben und Pullover mit ihrem Bandlogo bedruckt besitzen sie auch – nur ein geeigneter Proberaum, in dem sie sich musikalisch austoben können, fehlt.

 

Bis sie einen richtigen Platz gefunden haben, treffen sich die Bandmitglieder regelmäßig im Mirower Ritterkeller, wo ihnen ein kleiner Raum zum Proben zur Verfügung gestellt wird.

Seit vier Jahren machen Florian Lindner (20), Sven Rösing (21), Andreas Pingel und Sebastian Melz (19) schon zusammen Musik, doch erst seit einem Jahr treten sie unter dem Namen „Schlechtwetterfront“ auf. Der Bandname ergab sich spontan eines Abends auf einer Party, als Gitarrist Sven in den Himmel schaute, ein Unwetter nahen sah und diese Wettererscheinung „Schlechtwetterfront“ nannte. Der Name fand sofort Anklang und passt vor allem zum Image der Band: hart. stürmisch und unaufauhaltsam.

„Unsere Musik würde ich als Rock mit metallischen Einflüssen bezeichnen.“, erklärt Andreas, der Bassist. Die Texte handeln vom alltäglichen Leben und dessen Höhen und Tiefen. Hier wird nichts beschönigt oder umschrieben, Realitätsnähe lautet das Prinzip der Band. Schlagzeuger Sebastian fügt hinzu: „Die Lieder sind gesellschaftskritisch, aber wir versuchen, unpolitisch zu bleiben.“ Zurzeit hat Schlechtwetterfront ein Repertoire von sechs Liedern, die vorwiegend auf deutsch komponiert sind. Eins ist englischsprachig und heißt „People Die“. Gespart wird derzeit für eine Studioaufnahme ihrer Lieder, da momentan nur Live-Mitschnitte existieren.

Dass die Mirower keine musikalische Ausbildung im Rücken haben, lässt sich kaum feststellen, denn ihre Songs sind genauestens einstudiert. „Für uns ist die Musik ein Gefühl, keine Theorie.“, so Vokalist Florian. Musikalisch harmoniert die Band hervorragend, doch von Harmonie kann nicht immer die Rede sein, wenn man die Jungs eine Weile beobachtet. Hin und wieder kommt es zu Zankereien untereinander und nicht selten kracht es mal. Das ist jedoch nie von langlebiger Natur und schnell wieder vergessen. Das passiert eben, wenn vier völlig unterschiedliche und chaotische junge Männer aufeinandertreffen.

Was der Band am meisten Spaß macht, ist vor Live-Publikum aufzutreten. Ihren ersten Auftritt hatten sie auf der Insel in Mirow im vergangenen Jahr. Jede Chance wird genutzt, um vor Publikum aufzutreten und so spielte die Band des öfteren auf Geburtstagen ihrer Freunde. Ihr Konzert auf dem Kulturkosmos-Gelände in Lärz Ende Mai war ein voller Erfolg und der nächste Auftritt findet am 5. September auf dem Dorffest in Starsow statt. Jedes weitere Angebot ist willkommen. „Für Speis und Trank spiel’n wir zum Dank!“, rufen die Schlechtwetterfrontler belustigt. Und das ist kein Scherz, für ein wenig Publikum, einen Kasten Bier und ein bisschen Essen gibt es die Band gerne live. www.myspace.com/schlechtwetterfrontband
 

Quelle: Nordkurier vom 18.08.2009




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