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Neue Brücke bei Drosedow eingeweiht


Drosedow. So viele Menschen werden sicher nie mehr auf einmal auf der Brücke über die Drosedower Bek stehen wie bei ihrer Eröffnung am Sonnabend.

Ihre Vorgängerin war wegen Baufälligkeit vor zwei Jahren abgerissen worden – und niemand von der Gemeinde Wustrow und dem Amt glaubte, dass sie jemals wieder ersteht. Bis auf den Neu-Drosedower Hans-Joachim Hoffmann und die Aktiven, die sich in einer Bürgerinitiative um ihn scharten und sich für den Wiederaufbau einsetzten. „Ohne den großen Einsatz von Herrn Hoffmann und der Initiative hätte es den heutigen Tag nicht gegeben. Es ist ein kleines Wunder, dass wir heute wieder über die Brücke gehen können. So ein Engagement ist in unserer Gesellschaft nicht alltäglich“, betonte Michael Körner (SPD), Landtagsabgeordneter und Kreistagspräsident.

Die Gesamtkosten für den Bau einschließlich des Landankaufs betragen rund 183 000 Euro, 80 Prozent davon wurden von der EU gefördert, dafür setzte sich Michael Körner ein. Die Eigenmittel kamen aus der Gemeinde, wofür unter Leitung des damaligen Bürgermeisters Eberhard Zimmermann der Haushalt saniert wurde. Als noch ungewöhnlicher bezeichnete es der neue Bürgermeister Heiko Kruse, dass die Bürgerinitiative 7800 Euro an Spenden sammelte, die in den Eigenanteil einflossen. Hinzu kam, dass sie bei vier Einsätzen in harter Arbeit durch Abrissarbeiten und den Neubau des Zuweges wichtige Voraussetzungen für den Brückenbau schuf. Die Bauarbeiten führte der Betrieb Hoch-, Tief-, Wasserbau und Bergung Priborn (Müritzkreis) aus. Den Richtspruch sprach darum Eckhard Dallmann von diesem Betrieb. Die Brücke ist im Unterbau aus Eiche gefertigt, der Oberbau besteht aus Lärche. „So können wir davon ausgehen, dass die Brücke 30 Jahre hält“, sagte Heiko Kruse optimistisch. Rückblickend meinte er,

dass die alte Brückenruine, die dem Staatlichen Amt für Umwelt und Natur gehörte, so an die Gemeinde Wustrow kam: „Was man selbst nicht bezahlen kann, verschenkt man.“ Allerdings hatte auch die Gemeinde kein Geld – aber dann kam die Bürgerinitiative. In deren Namen bedankte sich Hans-Joachim Hoffmann bei vielen Aktiven, die für den Wiederaufbau sorgten. Nicht nur einen symbolischen, sondern einen richtigen „Stein im Brett“ erhielten Anne Zobel vom Campingplatz 27, die mit vielen guten Einfällen für Spenden sorgte, und der Geschäftsführer des Baubetriebs. Nach der Eröffnung lud die Initiative zum Brücken- und Dorffest am Krummen Woklowsee.


 

Quelle: Nordkurier vom 31.08.2009




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