Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

60 Jahre lang treues Mitglied der Feuerwehr


„Ich habe zwei Ehen gelebt“ erzählt Kurt Kubisch mit einem Augenzwinkern. Eine mit meiner Frau Elfi, seit 1953, und eine seit meinem 18. Lebensjahr mit der Freiwilligen Feuerwehr.

Priepert. „Ich habe zwei Ehen gelebt“ erzählt Kurt Kubisch mit einem Augenzwinkern. Eine mit meiner Frau Elfi, seit 1953, und eine seit meinem 18. Lebensjahr mit der Freiwilligen Feuerwehr.
Kurt Kubisch ist am 11. 11. 1929 in Groß Gandern geboren – somit ist er heute 78 Jahre alt, und was das Besondere an ihm ist: Er ist schon 60 Jahre lang Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Am 11. 11. 2007 erhielt Kurt Kubisch das Ehrenbrandschutzzeichen der Freiwilligen Feuerwehren zur 60-jährigen Mitgliedschaft. Das ist auch der Grund, weshalb seine Kameraden um Siegfried Klein möchten, dass das mal „in die Zeitung kommt“.
„ Ich war 16 Jahre alt, als ich aus dem sibirischen Gefangenenlager nach Berlin kam. Ich wusste nicht, wo meine Eltern leben. Arbeit fand ich in einer Kohlenhandlung, wir belieferten die verschiedensten Kunden mit Kohlen, dadurch hatte ich Beziehungen zu Lebensmitteln, die in der damaligen Zeit schwer zu erhalten waren,“ erinnert sich Kurt Kubisch.
Durch einen ehemaligen Freund, der ihn auf der Straße erkannte – wie etwa „Mensch Kurt, wo kommst du denn her?“ – erfuhr er, dass seine Eltern auf dem Gut Priepert in Mecklenburg lebten. Sofort machte der junge Mann sich auf den Weg nach Priepert, wo er tatsächlich seine Eltern wiederfand. Hier, in Priepert, arbeitete er zunächst beim Fischer, später dann als Meister im Sägewerk Düsterförde. Im Jahr 1947 – genau am 6. Juni 1947 – trat Kubisch in die sich neu formierende Freiwillige Feuerwehr (FFW) Priepert ein. „Stellen Sie sich mal vor, wir hatten einen wackligen Handwagen, damit transportierten wir unser Einsatzmaterial wie zum Beispiel die Tragkraftspritze TS, damit mussten wir zur Brandstelle laufen. Es war trotz des Ernstes jedes Mal ein Spaß, wenn wir das Gefährt beim Laufen auch noch zusammenhalten mussten. Und Muskelkraft gehörte auch dazu! Erst um 1949 bekamen wir einen TS-Anhänger, und noch viel später ein Zugfahrzeug“, erzählt Kurt Kubisch.
Nach der Gründung der DDR begann dann auch die Weiterbildung des Kameraden Kubisch zum Gruppenführer der Feuerwehr bis hin zum stellvertretenen Wirkungsbereichsleiter – verantwortlich für die Ausbildungen und Schulungen der Feuerwehrleute für den Bereich Wesenberg. Nach der Wende war Kubisch bis 1994 Wehrführer bei der FFW Priepert und ist dann in die Ehrenabteilung gewechselt.
Leider kann Kurt Kubisch durch seine Krankheit und sein Alter nicht mehr so richtig aktiv „mitmischen“. Doch mit seinem Herzen ist er immer noch bei der Feuerwehr Priepert geblieben.
Soweit es sein gesundheitlicher Zustand zulässt, nimmt er an den Versammlungen teil, denn das Interesse an der Feuerwehr Priepert wird bei ihm nicht aufhören.

Quelle: Nordkurier vom 03.12.2007




[nach oben] [Feedback] [drucken]