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„Fotoscheune“ jetzt auch in Blankenförde


Roggentin / Blankenförde. Schuld ist eigentlich Hund „Eiko“, ein Deutsch-Kurzhaar-Rüde. Weil der nämlich viel Auslauf braucht, war Anemone Henning (44) aus Roggentin häufig in der Natur unterwegs.

 

Immer öfter nahm sie die Kamera mit und hielt ihre Entdeckungen in Bildern fest. Ein Bekannter war es, der ihr Mut machte: „Die kannst du doch mal hinhängen.“

So entstand die Idee einer „Fotoscheune“ – obwohl Anemone Henning zuvor eigentlich nur aus der Notwendigkeit heraus fotografiert hatte, nämlich wenn es darum ging, für die Autowerkstatt ihres Mannes Unfallschäden bildlich festzuhalten. Doch die Natur-Aufnahmen kamen an. Zunächst in Roggentin an ihrem Wohnort und nun seit kurzem auch in Blankenförde ist die 44-Jährige mit ihren Natur- Fotografien präsent. Unter dem Slogan „Raus ins Grüne“ bietet sie zusätzlich Kanu-Touren sowie Führungen in den Nationalpark oder auf historischen Pfaden an.

Dabei hat der Leitspruch „Raus ins Grüne“ auch in privater Hinsicht für das Ehepaar Anemone und Frank Henning Bedeutung erlangt. Als sich Anfang des Jahres Gelegenheit bot, in Blankenförde ein Grundstück zu kaufen, sagten die Roggentiner nicht nein. Der naturbelassene Hof direkt am Lauf der Havel ist idealer Ausgangspunkt für alle touristischen Unterfangen – egal ob mit dem Kanu, dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen.

Besonders hat es den Roggentinern aber die Ruhe angetan. Sie möchten sich selbst eine Rückzugsmöglichkeit vom turbulenten Alltag schaffen und wohnen inzwischen halb hier und halb dort. Peu à peu wird das Blankenförder Grundstück hergerichtet. Dabei kommt der touristische Aspekt nicht zu kurz. Zwei Ferienwohnungen in der oberen Etage sind bereits entstanden, in einem Nebengebäude hielt die „Fotoscheune“ Einzug, und auch ein Anlaufpunkt für interessierte Wasserwanderer und Ausflügler fand Platz. „Noch ist alles ein Provisorium“, berichtet Anemone Henning, doch sie ist optimistisch, dass es allmählich vorwärts geht. Sich neu orientiert zu haben, hat die gelernte Krankenschwester, Versicherungskauffrau und Buchhalterin nicht bereut: „Ich bin ein Naturmensch durch und durch“, gesteht sie. Für die erste Saison am neuen Ort kann sie bereits eine gute Bilanz ziehen. „Ich konnte mich vor Arbeit im Sommer manchmal nicht retten“, erzählt sie schmunzelnd. Auch im Herbst und Winter bietet sie Führungen an.


 

Quelle: Nordkurier vom 19.09.209




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