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Mirow: Trauer um Bäume am Marktplatz


Mirow. Die Mirower wollen sich nur schwer damit abfinden, dass die „grüne Lunge“ im Zentrum verschwindet.

 

Mehrere hochgewachsene Bäume im Zentrum sollen im Zuge der bevorstehenden Sanierungsarbeiten am Platz vor dem „Mecklenburger Hof“ gefällt werden (Der Nordkurier berichtete). Wie Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) während der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend im Familienzentrum informierte, haben viele Bürger den Weg ins Neustrelitzer Landratsamt auf sich genommen, um dort die entsprechenden Unterlagen einzusehen. „Aber es gibt knallharte Gutachten, die aussagen, dass die Bäume hohl und verfault sind“, sagte Schmettau. „Es gibt keinen Weg daran vorbei, das wird ein anderes Bild geben, das müssen wir hinnehmen“, so der Bürgermeister. Noch in diesem Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen, so dass die Maßnahme zu Saisonbeginn 2010 beendet ist.

Nicht diskussionslos wurde die Anregung des Bürgermeisters im Kreise der Abgeordneten aufgenommen, die Stadtvertretersitzungen künftig nicht nur im Amtsgebäude sondern von Zeit zu Zeit, „wenn die Tagesordnung es zulässt“ auch in den Ortsteilen, etwa in Granzow, Starsow, Diemitz oder Fleeth stattfinden zu lassen. Das schaffe Bürgernähe, die Einwohner brauchten nicht extra nach Mirow zu fahren, um ihre Anliegen in der Einwohnerfragestunde vorzubringen, argumentierte der Bürgermeister. Aus den Reihen von SPD und CDU wurde darauf verwiesen, dass es beispielsweise in den dann genutzten Gasträumen Probleme mit der Herstellung der Nichtöffentlichkeit geben könnte. Schließlich müssten die Bürger im nichtöffentlichen Teil den Saal verlassen. Es würde ausreichen, wenn sich die Mitglieder der Ausschüsse in den Dörfern umsehen würden, dort ihre Sitzungen abhielten. Überdies müsste der Bürgermeister jedes Jahr eine Einwohnerversammlung in den Ortsteilen ansetzen. Er könnte doch einmal mehr dorthin gehen und dann die Stadtvertretung zu den Einwohnerversammlungen einladen. Die regulären Sitzungen allerdings sollten im Amtsgebäude verbleiben, hieß es. Schließlich stimmten die Stadtvertreter ab: Mit acht zu fünf Stimmen wurde entschieden, dass es künftig auch mal Sitzungen auf den Dörfern geben wird.

 

Der Antrag auf Mittel aus dem Konjunkturpaket zur energetischen Sanierung der Mirower Grundschule ist abgelehnt worden. Darüber informierte Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) bei der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend im Mirower Familienzentrum.

Wie er sagte, sei der Antrag gescheitert, weil die Eigenmittel der Stadt fehlten. Die Schulleitung sei informiert. Mit dem Übergang der Schule in den Amtshaushalt zum 1. Januar 2010 gibt es dann neue Möglichkeiten, die Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Während 2010 die Wesenberger Einrichtung saniert wird (der Nordkurier berichtete), wird sich der Amtsausschuss dann auch mit der Mirower Schule befassen. „In den nächsten drei, vier Jahren müssten wir die Sache hinkriegen“, so Schmettau gegenüber dem Nordkurier. Hoffnung besteht indes, dass die Fleether Brücke aus Konjunktur-Mitteln noch 2009 erneuert werden kann. Andernfalls würde 2010 auf LEADER- Mittel zurückgegriffen, hieß es.


 

Quelle: Nordkurier vom 24.09.2009




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