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Ein Anbau als Geburtstagsgeschenk
Mirow. Die Steppkes in der Mirower Kindertagesstätte „Am Weinberg“, die vom Familienzentrum im Peetscher Weg getragen wird, haben bald nicht nur mehr Platz.
Ihre Eltern können sie auch noch entspannter in die Einrichtung bringen, weil der Eingang, der jetzt von der Straßenseite her direkt in den Kita-Trakt führt, dann an die Hofseite verlagert wird. Hier fahren keine Autos, so dass mögliche Gefahrenquellen ausgeschaltet werden. Ermöglicht wird das alles durch einen Anbau an das vorhandene Gebäude. Die Mittel dafür in Höhe von 115 000 Euro wurden vom Land bereit gestellt. Es handelt sich um eine „Zuwendung zur Förderung von Investitionen zum bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesstätten“, wie Edda Augustin, Leiterin des Familienzentrums und der Kita, informierte. Und die Bauarbeiten kommen gerade recht – begeht doch die Kita noch in diesem Monat ihr 35-jähriges Bestehen, was auch noch würdig gefeiert werden soll, wenn die Bauarbeiten beendet sind.
„Die Plätze haben meist nicht ausgereicht“, erinnert sich die Leiterin. Ständig galt es, Sondergenehmigungen einzuholen, um der Nachfrage der Eltern nach einem Betreuungsplatz für ihre Sprösslinge gerecht werden zu können. Damit soll nun Schluss sein. Mit dem Anbau, der der Einrichtung einen kompletten Gruppenraum mehr beschert sowie auch einen Vorraum zum Abstellen von Kinderwagen und Autoschalen im künftigen Eingangsbereich, wird eine Kapazitätserweiterung von 12 Krippenplätzen erreicht. Die Gesamtkapazität von derzeit 100 Betreuungsplätzen kann dadurch auf sogar 118 Plätze angehoben werden. Ein Berechnungsschlüssel, der Krippenplätze, Halbtagsplätze beziehungsweise Hortplätze berücksichtigt, führt zu besagter Kapazitätsberechnung. Gegenwärtig besuchen 110 Kinder die Einrichtung, wobei nicht nur Mirower Mädchen und Jungen darunter sind, sondern auch etliche aus den umliegenden Ortschaften, etwa aus den nahegelegenen Müritzkreisdörfern, beispielsweise Schwarz.
Ende Oktober soll das Bauvorhaben beendet sein. Räumlich fügt es sich direkt an die bestehenden Gruppenräume und auch den Waschraum an. Bis dahin müssen sich die Mitarbeiter im Familienzentrum teilweise noch mit Provisorien begnügen. So wurde gut ein Drittel des Bürobereiches, in dem auch Edda Augustin ihren Schreibtisch hat, gleich zu Beginn abgezweigt. Eine Zwischenwand musste eingezogen, ein Fenster zugemauert und die Deckenleuchten verlegt werden. Aber das alles nehmen die Mitarbeiter gern in Kauf, schafft es doch Platz für den so wichtigen künftigen Eingangsbereich der Kita, der übrigens auch mit einer Rampe versehen sein wird, so dass junge Muttis und Vatis mit den Kinderwagen leichteres Spiel haben, die Einrichtung zu erreichen. Willkommen sind in der Mirower Kita „Am Weinberg“ schon die Kleinsten der Kleinen. „Ab 0 Jahre“, nennt Edda Augustin das Mindestalter zur Aufnahme.
1974 wurde die Einrichtung erbaut und im Oktober eingeweiht. Zur Jubiläumsfeier zum 35-jährigen Bestehen sollen auch die Eltern und Großeltern eingeladen werden. Gefeiert wird aber erst dann, wenn die neuen Räume richtig eingeräumt und bezogen sind, kündigt Edda Augustin an. Dann, wenn alles wieder in gewohnten Bahnen läuft, steht ein Jubiläumsfest an. Wahrscheinlich im Dezember soll es soweit sein.
Quelle: Nordkurier vom 08.10.2009




