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Mirower Kinder feiern buntes Herbstfest


Mirow. Mit fröhlichen Liedern und Spielen haben die Mädchen und Jungen der Mirower Kindertagesstätte „Seepferdchen“ zum Auftakt des Herbstfestes das neue Insektenhotel eingeweiht.

 

Gebaut wurde es von Kollegen der IPSE, erzählte die Kita-Leiterin Dürth Lindner und erklärte den Kindern: „Das ist es schon unser zweites Insektenhotel. Aber das erste ist inzwischen überfüllt, so dass wir ein neues bauen mussten.“ Solche Einrichtungen wie für die Insekten entsprechen genau dem ökologischen Konzept der Kita, so lernen die Kinder, dass sich in der Natur alles im Kreislauf bewegt. Die Insekten können im Hotel überwintern, im Frühling schlüpfen sie aus und finden auf der Öko-Wiese und im Garten der Kita Nahrung und befruchten die Pflanzen, damit im Herbst reichlich geerntet werden kann, sagte Dürth Lindner zu den Kindern. Und das war dann auch das Stichwort für die Mädchen und Jungen, die dann in den Garten gingen, um die Kürbisse zu ernten.

Mit einem Bollerwagen transportierten sie die orangeroten und gelben Früchte aus dem Garten. Denn jetzt ging es darum, die Kürbisse zu schnippeln und für die Suppe vorzubereiten, schließlich wurde gekocht – ebenfalls da waren die Kinder dabei. Auch das ist ein Ritual des traditionellen Herbstfestes, das schon seit 1992 im „Seepferdchen“, gefeiert wird, wie Simone Männel, stellvertretende Kita-Leiterin, erzählte. „Dass die Mädchen und Jungen auch bei der Zubereitung der Suppe aktiv einbezogen sind, ist ebenfalls Teil unseres Konzepts“, verdeutlichte Dürth Lindner den theoretischen Hintergrund der praktischen Arbeit. Denn die Kinder sind vom Legen der Samen im Frühjahr über die Pflege bis hin zur Ernte und Zubereitung am ganzen natürlichen Prozess beteiligt und lernen, wie Natur funktioniert, berichtete die Leiterin.

Zum Herbstfest waren auch die Eltern eingeladen. Sie konnten ebenfalls die Kürbissuppe probieren. Und es kamen weitere hauseigene Produkte auf den Tisch – so zum Beispiel mit Kräutern aus dem Kita-Garten gewürzter Quark. Das Brot dazu wurde schon am Vortag von Erzieherinnen und Kindern gebacken. Schließlich führten die Erzieherinnen das Märchenspiel vom Suppenstein auf. Ein arme, alte Frau hat nichts zu essen. Hungrig geht sie durch das Dorf, klopft bei Jedem und bittet um etwas Nahrung. Aber alle sagen ihr nur, dass sie selbst nur ein kleines Stückchen Gemüse haben, das sie selbst brauchen und nicht hergeben können. Schließlich findet die alte Frau einen Stein, legt ihn in Wasser und „verzaubert“ ihn zum Suppenstein. Neugierig bringen die Bewohner ihr Gemüse und die Frau kocht eine kräftige Suppe. „Wenn alle zusammenhalten, hat jeder etwas davon – das ist der Sinn dieses Märchens“, sagte Dürth Lindner.
 

Quelle: Nordkurier vom 10.10.2009




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