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Forstamt Mirow plant nachhaltige Arbeit


Mirow. „Wir tragen mit unserer Arbeit Verantwortung für mehrere Generationen – dafür, dass es auch in 50 oder 100 Jahren gesunden Wald gibt“, sagt Angela Wilke, Leiterin des Forstamtes Mirow.

 

Darum spielt das Wort Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft eine so große Rolle, betont Torsten Nanzka von der Landesforstanstalt Malchin. Er arbeitet auch für das Forstamt Mirow als Forsteinrichter. Und der hat in Zusammenarbeit mit dem Amt die Aufgabe, einen Wirtschaftsplan für die nächsten zehn Jahre zu erarbeiten, der verbindlich ist und Nachhaltigkeit garantiert. „Grundsatz ist, dass das nicht mehr aus dem Wald geholt wird, als gleichzeitig nachwächst. Sonst würde der Wald an Substanz verlieren – und das ist nicht gewollt“, erläutert Torsten Nanzka.

Bevor dieser Wirtschaftsplan aber steht, ist eine umfangreiche Vorarbeit zu leisten. Zunächst ist der Ist-Zustand durch eine Inventur zu erfassen, das hat Torsten Nanzka auf langen Fußmärschen, bei denen täglich bis zu 50 Hektar Wald erfasst werden, bereits erledigt. Und dann sind die Standortbedingungen zu beachten, um genau die Bäume zu pflanzen, die im Mirower Bereich optimal wachsen. „Aufgrund unserer leichten Böden wird die Kiefer auch in Zukunft der Hauptbaum bleiben. Unser Gebiet ist geprägt vom Kleinseenklima, wo es im Regenschatten der Müritz relativ wenig Niederschläge gibt“, erläutert Angela Wilke. Neben der Kiefer kommt auch die Douglasie mit Trockenheit gut zurecht, so dass auch diese Baumart in der Zukunft eine Rolle spielt, ergänzt sie.

Abweichend vom Landesdurchschnitt werden im Mirower Forstamtsgebiet in den nächsten zehn Jahren einige andere Prämissen eine Rolle spielen, erklärt Torsten Nanzka und nennt ein Beispiel: „Mit dem Wirtschaftsplan wird hier angestrebt, dass die Nutzung unter dem Zuwachs bleibt, das heißt, dass der Bestand aufgestockt wird. Das hängt auch damit zusammen, dass nach 1945 hier sehr viel Holz für die Kriegsreparationen geschlagen wurde, dieser Verlust wirkt heute noch nach.“ „Und das verdeutlicht auch, wie wichtig es ist, in der Forst langfristig und nachhaltig zu arbeiten“, ergänzt Angela Wilke. www.wald-mv.de
 

Quelle: Nordkurier vom 13.10.2009




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