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Woblitzstadt strebt zu alten Ufern
Wesenberg. Es ist eines der größten Vorhaben der Stadt Wesenberg und zugleich wohl auch eines der schwierigsten, das sich insbesondere Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) auf die Fahnen geschrieben hat:
Die Gestaltung der Uferpromenade der Woblitz – oder noch genauer ausgedrückt: Das Ufer soll nach historischem Vorbild wieder näher an die Stadt herangeholt werden.
„Wenn man auf dem Wasser ist, nimmt man die Stadt als solche kaum wahr, man sieht nichts, gerade mal die Kirchturm-Spitze guckt heraus“, beschreibt Hamp die Ausgangssituation, die viele Touristen davon abhalte, in Wesenberg mit ihren Booten fest zu machen. Alle Stadtvertreter, auch die neuen, nun in das Projekt einzuweihen, so dass sie sich ein Bild machen können, war Anliegen der jüngsten Arbeitsberatung, die im Anschluss an die Stadtvertretersitzung in gemütlicher Atmosphäre mit Schmalzstullen und Getränken vonstatten ging.
„Es ging hier darum, deutlich zu machen, was bis jetzt passiert ist und wie die Stadt, der Sanierungsträger und das Ingenieurbüro vorgehen können.“ Dazu waren Vertreter des Sanierungsträgers und des Ingenieurbüros, das bereits mit der Uferentwicklung befasst ist, anwesend. In Form einer Lichtbild-Präsentation, unterlegt mit Luftaufnahmen und Graphiken, wurde das Vorhaben umrissen und die Dimension deutlich gemacht.
Dabei war auch zu erfahren, dass bereits Probebohrungen, sprich erste Baugrunderkundungen, im Uferbereich gelaufen sind, die Aufschluss geben sollten, ob hier – wie von einigen Wesenbergern vermutet – Unrat in Größenordnungen lagert. Das bestätigte sich nicht. Zum anderen wurden schon naturkundliche Untersuchungen, wie Brut- und Zugvogelerkundungen, in Angriff genommen.
Fakt ist schon jetzt, dass der Eingriff in den dicht bewachsenen Uferstreifen nicht unerheblich ausfallen würde und auf jeden Fall Ausgleichsmaßnahmen vonnöten wären. „Dass wir im Bereich unterhalb der Burg die Woblitz entwickeln wollen, ich denke, das ist überhaupt keine Frage“, zeigte sich Hamp gegenüber dem Nordkurier aber optimistisch. In Gesprächen mit dem Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG) sei man überein gekommen, dieses Projekt weiter zu entwickeln. In den nächsten Wochen und Monaten nun solle das Thema Gegenstand der Arbeit der Stadtvertretung werden, ehe es zu einer Meinungsbildung kommt, wie Hamp darlegte.
Quelle: Nordkurier vom 21.10.2009




