Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Schleuse: Risse geben Anlass zur Sorge


Strasen. Bei der Trockenlegung der Strasener Schleuse im Rahmen der turnusmäßigen Bauwerksinspektion traten erhebliche Mängel zu Tage.

 

Die Kammerwände, sprich die Seitenwände der Schleuse, sind in ihrer Haltbarkeit gefährdet. Am Dienstag sehen sich Ingenieure des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde (WSA) die Schäden an, um sich ein Bild von dem Ausmaß der Schäden zu machen. 
Alle sechs Jahre wird eine solche Bauwerksinspektion an allen Wasser-Bauwerken vorgenommen, egal ob an Brücken, Wehren oder eben Schleusen, erklärte Burkhard Schendel, der Leiter im Außenbezirk Canow des WSA auf Nachfrage des Nordkurier. Die Strasener Schleuse wurde dazu vor zirka einer Woche trocken gelegt. Dies erfolgte mittels eines Nadelverschlusses. Rohre werden dazu dicht nebeneinander in die vorgesehenen Aussparungen eingesetzt, so dass kein Wasser mehr eindringen kann.

Die Schleuse wurde leer gepumpt und gereinigt. Derzeit sind die Schlosser des WSA aus Niederfinow damit befasst, die Antriebe zu überprüfen und die Spurlager der Tore auf Verschleißerscheinungen hin zu untersuchen, gegebenenfalls zu reparieren. Das Mauerwerk in der Schleusenkammer wurde teilweise neu verfugt. Auch ein Korrosionsschutzanstrich musste aufgebracht werden. Während diese Arbeiten zu den normalen Erhaltungsaufwendungen gehören, waren die Mitarbeiter vom Zustand der Balken unterhalb der Seitenwände in der Schleusenkammer doch überrascht. Sie sind in einem sehr schlechten Zustand, was Auswirkungen auf die Statik habe. Bereits jetzt sind Risse in den Seitenmauern ersichtlich. Zudem sind bereits Mulden im angrenzenden Erdreich zu erkennen. Hier ist Boden abgesackt. Bei den Bauarbeiten mussten die Mitarbeiter des WSA denn auch behutsam vorgehen. Damit beim Leeren der Schleuse der Druck des Grundwassers hinter den Schleusenwänden nicht zu groß wird, wurde eine Grundwasserabsenkung vorgenommen.

Die Brunnenbau-Firma Rebstock rückte mit ihren Apparaturen an, setzte entlang des Schleusenbeckens viele Rohre, so dass mittels Vakuum das Grundwasser aus dem betroffenen Bereich abgesaugt werden kann und der Druck an den Schleusenwänden gering gehalten wird. Der Unterbau der Schleuse stammt bereits aus dem Jahr 1838, plus-minus , wie Burkhard Schendel erklärte. Etwa in den 70er Jahren wurden die Häupter erneuert. Vermutlich keinen Gefallen hat man dem Bauwerk in den 60er Jahren beim Vertiefen der Sohle getan. Um die Schleuse für Boote mit großem Tiefgang schiffbar zu machen, wurde der Unterbau verändert, was die statischen Probleme, die jetzt sichtbar geworden sind, wahrscheinlich noch befördert haben kann, wie von Fachleuten vermutet wird.

Quelle: Nordkurier vom 16.11.2009




[nach oben] [Feedback] [drucken]