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Särge von Luises Eltern


Mirow. Es war eigentlich recht unspektakulär: Ein Wagen fuhr vor. Ein Gabelstapler transportierte die Särge aus der Mirower Johanniterkirche nach draußen, wo sie verladen wurden.

 

Zuvor hatte die Zimmerei Balasai aus Zirtow hölzerne Transportkisten gefertigt, damit die außergewöhnliche Fracht keinen Schaden nimmt, wie Pastor Jörg Heinrich berichtete. Mit diesem ersten Transport hat die Restaurierung der Särge in der Mirower Fürstengruft jetzt begonnen. Während kleinere Reparaturarbeiten noch vor Ort ausgeführt werden konnten, müssen die äußeren Särge, auch als Sarkophag bezeichnet, eine Reise in die Hamburger Gegend auf sich nehmen. Holz- und Metallrestauratoren kümmern sich dort um die mit Samtstoff bezogenen Behältnisse, die Flecke, Löcher und Risse aufweisen. Die inneren Särge, die aus Holz oder auch aus Zink bestehen, verbleiben in der Gruft. Dabei werden mit Blick auf das 200. Todesjahr 2010 von Königin Luise zunächst die Särge ihrer Eltern restauriert: Es andelt sich um Carl (eigentlich Carl Ludwig Friedrich), Herzog (ab 28. Juni 1815 Großherzog) von Mecklenburg-Strelitz, geboren in Mirow am 10. Oktober 1741, gestorben in Neustrelitz am 6. November 1816. Er regierte Mecklenburg-Strelitz seit 1794. Für die Restaurierung vorgesehen ist auch der Sarg seiner ersten Ehefrau Friederike Caroline Luise, geborene Prinzessin von Hessen-Darmstadt,die von 1752 bis 1782 lebte und Mutter von Königin Luise ist. Ermöglicht wurde die Restaurierung durch eine Zuwendung der Sparkassenstiftung.

 

Quelle: Nordkurier vom 25.11.2009 

 




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