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Fleißige Hände verewigen sich auf der Tapete
Mirow. Die Finanzspritze kam gerade recht. Sozialarbeiterin Beate Zernke konnte für ihre Jugendlichen im Johanniter-Jugendclub in Mirow, der sich jetzt in der Turnhalle im Leussower Weg befindet, eine Unterstützung von der Wohnungsbaugesellschaft mbH in Mirow in Empfang nehmen.
Mit den 250 Euro wollen wir die Betriebskosten begleichen. Damit kommen wir für dieses Jahr über die Runden , ist Beate Zernke froh. Wie es dann im nächsten Jahr weitergeht, wissen die Jugendlichen momentan noch nicht. Wir hoffen, dass alles wenigstens so bleibt , blickt Beate Zernke verhalten optimistisch in die Zukunft. Trotz eingeschränkter Öffnungszeiten wird der Jugendclub gut angenommen. Täglich 15 bis 20 Besucher werden hier gezählt. Meist sind es die, die den Johannitern schon über Jahre die Treue halten. Dabei freut sich der Klub ganz besonders, wenn auch jüngere Jugendliche vorbeischauen und die Angebote in Augenschein nehmen. Die Räume im oberen Bereich der Turnhalle wurden in Eigenleistung der Jugendlichen und ihrer Sozialarbeiterin renoviert. Ein gutes Miteinander mit der Stadt und auch mit den Vereinen trägt dazu bei, dass sich die jungen Leute hier wohlfühlen. Tischtennis-Platte und Billard-Tisch stehen ebenso wie Computer zum Zeitvertreib bereit. Aber vor allem fallen die vielen Couchen ins Auge, die davon zeugen, dass hier ganz viel miteinander gequasselt wird. Dabei wird die Zeit von 16 bis 18 Uhr, in der montags bis freitags offiziell geöffnet ist, doch knapp. Ich mache meist ehrenamtlich schon eine Stunde länger auf, sonst lohnt es sich ja nicht , sagt Beate Zernke. Auch am Sonnabend ist sie nach Absprache für die Jugendlichen vor Ort. Es muss ein Erwachsener dabei sein und die Verantwortung übernehmen , spricht sie aus Erfahrung. Mit den zehn Wochenstunden, die sie offiziell eingesetzt ist, sei nicht allzu viel möglich. Doch um Absprachen zu treffen, sich zu verabreden und Pläne zu schmieden, reiche die Zeit aus. Wir sind leidenschaftliche Fußballer , berichtet Beate Zernke und verweist auf den jüngst gewonnenen Inselfestpokal, der die Regalwand im Eingangsbereich des Klubs ziert. Tisch-Tennis-Turniere, Volleyball-Partien sind ebenfalls an der Tagesordnung und natürlich Partys, wie die Weihnachtsfeier am 19. Dezember, bei der selbst gepackte Wichtelpakete, in denen nur Dinge sein dürfen, die der Einpackende nicht braucht, getauscht werden. Da wird viel gelacht , ist sich Beate Zernke sicher. Zudem wollen die Johanniter im nächsten Jahr auf der Schlossinsel wieder Flagge zeigen und beim Absichern von Veranstaltungen helfen: beim Kirchturmfest, dem Kammerkonzert und natürlich beim Inselfest, wenn es darum geht, den Pokal zu verteidigen.
Quelle: Nordkurier vom 09.12.2009




