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Blaufichten laufen Kiefern den Rang ab


Priepert. Von wegen Tannenbaum - die meisten Weihnachtsbäume haben damit nur wenig zu tun.

 

Denn bei näherer Betrachtung handelt es sich bei dem, was da am Heiligabend in der Stube glänzt, um eine Fichtenart. Blaufichten, wie sie auch auf der Weihnachtsbaumplantage am Prieperter Forsthaus angeboten werden, stehen hoch im Kurs, weiß Revierförsterin Heike Roth, die in diesem Jahr mehr als 170 Exemplare an den Mann oder die Frau gebracht hat. Und die Revierförsterin ist ganz sicher, dass auch heute Vormittag noch einige Nachzügler bei ihr eintrudeln werden, um schnell noch einen Stamm zu erstehen. Dabei ist der eigentliche Weihnachtsbaumverkauf wie auch in vielen anderen Förstereien auf ein bestimmtes Adventswochenende gelegt. In Priepert war das der 19. Dezember, bis dahin mussten sich alle gedulden, erklärt Heike Roth. Viele kamen ganz in Familie, es gab Glühwein und Schmalzstullen. Um die 50 Weihnachtsbauminteressenten tummelten sich zeitgleich vor der Plantage, darunter zahlreiche Kinder, für die das Selbstschlagen der Bäume natürlich ein besonderes Erlebnis ist. Kiefern, die es zu DDR-Zeiten noch recht häufig in die Wohnzimmer schafften, zeichnen sich nicht nur durch lange Nadeln, sondern auch durch lange Haltbarkeit aus. Heutzutage allerdings haben Fichte, Blaufichte und natürlich Nordmanntanne der Kiefer längst den Rang abgelaufen. Während man Weißtannen aus ökologischen Gründen nicht nehmen sollte - sie stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzen -, ist die echte Nordmanntanne, die aus dem Kaukasus stammt, bedingt durch ihr langwieriges Wachstum, eine recht kostspielige Angelegenheit. Immerhin braucht sie zwölf bis 15 Jahre, um Zimmerhöhe zu erreichen. Dennoch, wer einen solchen Baum erwirbt, der kann sich ganz sicher sein, dass er einen wirklichen Tannenbaum hat. 

 

Quelle: Nordkurier vom 24.12.2009




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