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Eltern fordern Zebrastreifen auf Schulweg


Mirow. Spätestens seit die Grundschüler in Mirow im Leussower Weg das Schulgebäude nutzen, ist auch der Wunsch vieler Eltern nach einem Fußgängerüberweg in der Rudolf-Breitscheid-Straße laut geworden.

 

Schließlich müssen die Kinder nicht nur auf dem Weg zur Schule die Fahrbahn passieren, sondern auch beim Gang zum Hort, bei dem sie in der Regel auf sich allein gestellt sind. Indes haben sich 431 Bürger in einer Unterschriftensammlung für eine derartige Sicherungsmaßnahme auf dem Schulweg stark gemacht - Anlass auch für die Mirower Stadtvertreter, sich dem Thema zu widmen. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung sprachen sich die Abgeordneten einstimmig in einem Beschluss für die Anordnung eines Fußgängerüberweges aus. Für die Mirowerin Ronny Fujawa, die selbst ein Kind in der ersten Klasse hat, ist dies ein Lichtblick, dass ihrem Wunsch und dem weiterer besorgter Eltern doch noch entsprochen werden könnte. Die Mirowerin hatte sich bereits im vergangenen Jahr mit ihrem Anliegen an den Landtagsabgeordneten Michael Körner (SPD) gewandt. Daraufhin erreichte sie im Dezember 2009 ein Schreiben vom Straßenbauamt Neustrelitz, das Straßenbaulastträger der Breitscheidstraße als Landesstraße ist. Aufgeführt sind in dem Schreiben etliche Gründe, die gegen einen Fußgängerüberweg sprechen. So sei das Verkehrsaufkommen zu gering. Die Tatsache, dass die Straße erst 2003 saniert wurde, ließe aus wirtschaftlichen Aspekten nicht zu, schon wieder bauliche Änderungen vorzunehmen. Zudem wirkten sich die Bustasche gegenüber dem Herrensteig und auch die kombinierten Fuß- und Radwege auf beiden Seiten störend aus. Das Schreiben enthielt aber auch einen Verweis, dass "in begründeten Ausnahmefällen Fußgängerüberwege auch außerhalb der möglichen beziehungsweise empfohlenen Einsatzbereiche angeordnet werden", wobei bestimmte örtliche Voraussetzungen erfüllt sein müssten. Die Schulwegsicherung könnte ein solcher "begründeter Ausnahmefall" sein, räumte das Amt ein. Letztlich würden aber die Untere Verkehrsbehörde des Landkreises und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern die Entscheidung treffen. Dies alles war Anlass für Ronny Fujawa, die Unterschriftensammlung vorzunehmen. Gemeinsam mit den Mirowerinnen Christiane Thederan und Doreen Krause wurden Listen in der Stadt ausgelegt und die Eltern an der Grundschule angesprochen. "Hier gibt es ja die meisten Betroffenen", erklärte Ronny Fujawa dem Nordkurier. Für den Überweg spreche auch, dass derzeit das Betreute Wohnen im ehemaligen Landambulatorium entsteht - auch die älteren Bürger würden somit von dem Zebrastreifen profitieren. Jens Krage, amtierender Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz, erklärte gestern auf Nachfrage des Nordkurier, dass er es unter diesen Voraussetzungen für sinnvoll erachtet, dass sich die Träger öffentlicher Belange noch einmal treffen und verständigen. "Wenn die Notwendigkeit gegeben ist, dann müssen auch Möglichkeiten für eine Lösung gefunden werden", sagte er. 
 

 

Quelle: Nordkurier vom 23.01.2010




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