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Züchter hoffen auf Rentier-Nachwuchs


Strasen. Auch wenn sich die Rentiere von Andreas und Conny Hoffmann in Strasen in diesem Dauerwinter sehr wohlfühlen, warten die Hoffmanns dennoch gespannt auf den Frühling.

 

Denn im Zeitraum von Ende April bis Ende Mai erwarten sie den Nachwuchs, den die zehn Rentierkühe dann hoffentlich zur Welt bringen. Die Geburt der Tiere ist dann ein weiterer wichtiger Schritt für die "Rentierzucht AC Hoffmann", mit der sich die Hoffmanns Schritt für Schritt auf eigene wirtschaftliche Beine stellen.Ebenfalls ein wichtiger Schritt ist, dass es Andreas Hoffmann seit November, als die Tiere von Nordskandinavien nach Strasen kamen, bereits gelang, die beiden Zuchtbullen handzahm zu machen. "Als gelernter Zootechniker kann er eben mit Tieren umgehen. Das war eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir uns überhaupt der Rentierzucht zugewandt haben", berichtet Conny Hoffmann. Und auf das Thema "handzahm" zurückkommend, sagt Andreas Hoffmann: "Die Tierschule ist wichtig, damit sie den von Sami gebauten Schlitten, den wir bereits haben, ziehen - auch mit Zügeln, das wird noch gelernt." Ob die Tiere, die besonders die Kinder in ihr Herz schließen werden, nun den Schlitten oder den Ponywagen ziehen - die Rentierzucht soll zur Existenzgrundlage der Familie Hoffmann werden, also muss Geld damit verdient werden, erklärt Andreas Hoffmann.Eine weitere Idee, die besteht, ist das Rentier-Tracking. "Wenn die Rentiere ganz zahm sind, können Urlauber oder auch einheimische Tierfreunde sie bei Wanderungen durch die Natur führen", erklärt Andreas Hoffmann. Unterwegs auf den unterschiedlichen Routen servieren die Hoffmanns den Wandernden Kaffee und Kuchen. Wer jetzt neugierig auf die Rentiere geworden ist, kann sie sich beim Strasener Osterfeuer des Heimat- und Kulturvereins, in dem Conny und Andreas Hoffmann Mitglied sind, genau ansehen. Dann werden die Tiere das erste Mal in der Öffentlichkeit präsent sein. Bekannte aus Norwegen bringen dafür Felle und Souvenirs mit. Wer sich ebenfalls für die Rentierzucht interessiert, sollte sich lange und gründlich vorher auf den Umgang mit den sehr sensiblen Tieren vorbereiten. "Wir haben uns weit mehr als ein Jahr lang intensiv darauf vorbereitet. Ich bin gern bereit, unsere Erfahrungen weiterzugeben", bietet Andreas Hoffmann an. 
 

 

Quelle: Nordkurier vom 25.02.2010




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