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Priepert

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Ortsinformationen

Der kleine Ort Priepert liegt zwischen dem Ellbogensee und dem Großen Priepertsee und kann als Halbinsel bezeichnet werden. Priepert begrenzt nicht nur den Landkreis Mecklenburg Strelitz, sondern stellt auch die südliche Amtsgrenze der Mecklenburgischen Kleinseenplatte dar.


Die Gemeinde wurde am 7.Mai 1990 eigenständig. Aus der damaligen Gemeinde Strasen- Priepert ist Priepert in die Eigenverantwortung gegangen. Strasen ist seitdem ein Ortsteil von Wesenberg. Heute leben in Priepert ca. 320 Menschen. Bürgermeister von Priepert ist Herr Claus D. Menschel.

Zu Priepert gehört der Ortsteil Radensee.

Priepert liegt ca. 7 km von der Bundesstraße 96 entfernt. Auf halber Strecke Fürstenberg – Neustrelitz zweigt eine Landstraße ab, auf der man Rheinsberg und Wesenberg erreichen kann. Zu erreichen ist Priepert auf dem Wasserweg über die Obere Havel- Wasserstraße (OHW) und die Müritz- Havel- Wasserstraße (MHW). Die nächsten Bahnhöfe sind in Neustrelitz und Fürstenberg/ Havel. Ein „Überlandbus“ fährt Priepert täglich zweimal an.

 


Natur und Landschaft

Priepert liegt nicht nur zwischen zwei Seen, durch den Ort fließt auch die Havel. Fast 50 % des Gemeindegebietes ist von Wald, hauptsächlich von Kiefernbeständen, bedeckt. Wasser ist das dominierende Element in der Gemeinde, 858 ha Wasserfläche werden von artenreichen Fischbeständen, wie z.B. Aal, Hecht, Barsch und Zander besiedelt.

Umgeben ist Priepert neben ausgedehnten Wäldern auch von weiten Acker- und Weideflächen, die jedes Jahr von den Kranichen als Rastplätze genutzt werden.

Im Norden des Gemeindegebietes liegt der Wangnitzsee, die Kleine Wangnitz und der Kleine Priepertsee. Die Seenkette um Priepert ist ebenfalls ein optimales Revier für verschiedene Vogelarten. Die geschützen Fisch- und Seeadler zieht über der Uferzone ihre Kreise und sind hier ebenso zu Hause wie Reiher, Kormoran, Stockente und Haubentaucher.

Die umliegenden Ackerflächen sind typisch für die Sander zwischen den beiden Endmoränenbögen unseres Gebietes. Auffallende Erhebungen sind nicht vorhanden. Der Sandboden wird nur an wenigen Stellen vom Lehm abgelöst.

Unweit von Priepert, bei Radensee, liegt der Ziernsee.


Historie

Dieses Dorf, ursprünglich ein Angerdorf, liegt ebenfalls an der Havel, die hier den Großen Priepert-See und den Ellbogen-See verbindet. Ursprünglich lag der Ort auf einer Halbinsel, wobei das Gutshaus auf der einen Seite und die Kirche auf der anderen Seite die Begrenzungen des Angers bildeten.

So entstanden an der Nordwestseite der beiden Priepertseen auf der Ahrensberger Gemarkung im "Wendland" und am Nordufer des Ellbogen-Sees bei den Häusern der Prieperter Ziegelei vor mehr als 150 (?) Jahren Ziegeleien, deren Produkte auf dem Wasserweg transportiert werden konnten. Im Jahre 1889 waren noch zwei weitere Ziegeleien an den beiden Seen vorhanden, deren genaue Lage aber nicht bekannt ist. Die Förderstellen des Rohstoffs sind heute zumindest bei der Prieperter Ziegelei, die im Jahre 1910 ihren Betrieb einstellte, mit Wasser gefüllt. Von Priepert aus wurde in den Jahren 1840 - 1844 mit dem Bau des Kammerkanals der Anschluß des Wasserstraßennetzes bis nach Neustrelitz vollzogen. Um diese Zeit sind dann vielleicht auch die vier Ziegeleien entstanden.

Kirche von Priepert Der Ort Priepert wurde erstmals im Jahre 1351 genannt, als ein Busse von der Dolle, in Priepert wohnend, als Sekretär des Grafen Otto von Fürstenberg (vergl. Ahrensberg) in einer Urkunde vorkam. Die Grafschaft ging aber bald ein, doch der Besitz in Priepert blieb zum Teil bei der Familie von Dewitz. Ein Engelke von Dewitz schenkte 1418 dem Kloster Lindow in der Mark Brandenburg die Dörfer Menow und Globsow, worunter die heutigen Orte Groß Menow und Alt Globsow zu verstehen sind. Im Jahre 1612 bestand der Besitz aus 9 Bauernhöfen in Priepert, 5 in Radensee, 5 in Natebusch (dieses Dorf lag an der Nordostseite des Großen Priepert-Sees und ist vielleicht nach dem Dreißigjährigen Krieg verschwunden), der früheren Feldmark Karwe (dieses Dorf, von dem nur noch die Feldmark genannt wurde, lag südlich des Ellbogen-Sees zwischen Groß Menow und Strasen) und Peltzke (damals ebenfalls schon verschwundenes Dorf beim jetzigen Pelzkuhl am Großen Pälitz- See), einer Schäferei in Fürstenberg, der Fischereigerechtigkeit auf dem Ellbogen-See und der Steinförder Havel neben einigen anderen Nutzungen und Hebungen. 1624 gehörte Priepert gemeinsam mit Strasen zum Amt Fürstenberg. Im Jahre 1649, ein Jahr nach dem Ende des großen Krieges, war im Dorf nur noch ein Bauer vorhanden, nach dem 1. Weltkrieg gab es im Ort überhaupt keine Bauernstellen mehr, denn es wurden außer dem Pachthof, der aus dem Gutshof der herzoglichen Kammer hervorgegangen war, nur Büdnereien (Büdner = Halb- oder "Einspänner-Bauern") und Häuslereien (Häusler hatten noch weniger Land als Büdner) genannt.

Diesen Gutshof verkaufte der schon genannte Engelke von Dewitz im Jahre 1440 an einen Bauern. Später gab es viel Streit um diesen Beisitz, bis endlich nach vielen Prozessen im Jahre 1702 der Herzog Adolf Friedrich II. von Mecklenburg-Strelitz durch Kauf in den Besitz von Priepert kam. Nachdem das Schloß seines Nachfolgers in Strelitz im Jahre 1712 abgebrannt war, wurde Priepert mehrfach zum Aufenthaltsort der herzoglichen Familie, bis das Jagdschloß beim Dorf Glieneke in der Nähe des Zierker Sees beim heutigen Neustrelitz zum Wohnen umgebaut war. Gegenüber von Priepert, auf der anderen Seite des Ellbogen-Sees, soll sich um diese Zeit ein Tierpark befunden haben, von dem aber keine Reste mehr zu finden sind. Im Gutshaus befinden sich heute Wohnungen. Sehenswert ist am Ortseingang hinter der vor kurzem neu gebauten Havelbrücke die alte Fachwerkkirche, die bereits aus dem Jahre 1719 stammt. Sie wurde mehrfach restauriert und trug bis vor etwa 35 Jahren einen schiefen Turm, der den Wasserwanderern, die von Norden her die Brückendurchfahrt suchten, als Ansteuerungspunkt diente. Im Fachwerk des Chores der Kirche kann man mehrfach die sogenannte "Wilde Mann-Rune" sehen. Auch die alte Ulme, früher ein beliebter Spielplatz der Prieperter Kinder, paßt sich in das Bild ein. Von den Gräbern um die Kirche herum, ist nicht mehr viel zu erkennen, während einige alte Maulbeerbäume noch an die Zeiten erinnern, als durch eigene Seidenraupenzucht die Staaatsfinanzen aufgebessert werden sollten.

Hortfund Entlang der grünen Markierung erreicht man diesen ehemaligen Standort eines Teerofens zuerst auf einer nach Radensee führenden Chaussee, von der man, noch in Sichtweite des Dorfes Priepert, halblinks (Steinpark) in den Wald weitergeht. In der Nähe des noch als Forsthaus genutzten Gebäudes wurde im Jahre 1879 von Forstarbeitern "in der Erde" ein Hortfund der älteren Bronzezeit (1500 v.u.Z.) entdeckt, der aus Bronzeanhängern, Spiralarmringen, Brillenspiralen und einer Lanzenspitze aus Bronze von 10 cm Länge bestand. Leider ist dieser Fund 1945 beim Brand des Neustrelitzer Schlosses verloren gegangen. Einen Eindruck von der Kunst der Töpfer in der Bronzezeit vemittelt die Schale, die aber aus der Gemarkung Wustrow stammt. Sie ist im Wesenberger Museum auf der Burg zu besichtigen. Der Teerofen stand dem Haus gegenüber auf der kleinen Anhöhe.

Der Platz eines Kalkbrennofens, der den Wiesenkalk der Umgebung des total verlandeten Zerling-Sees genutzt hat, ist nicht mehr genau bekannt. Die Schmettausche Karte von 1780 setzt ihn an die Nordostseite des genannten ehemaligen Sees.

Der grün markierte Wanderweg führt durch ausgedehnte Kiefernwälder nach Fürstenberg (6 km), einer Stadt, die bis 1952 zum Land Mecklenburg gehörte. Ein anderer Weg weiter südlich führt nach Klein Menow (4 km) und von dort weiter nach Steinförde oder ebenfalls nach Fürstenberg.


Sehenswertes

  • Fachwerkirche aus dem Jahre 1729 mit restaurierten Taufengel
  • neu errichteter Glockenstuhl
  • Heimatstube
  • Restauriertes Bauerhaus (bewohnt)

Freizeitangebote

    Unsere Empfehlung:

        Weitere Angebote:
  • Übernachtung in Privatquartieren und einer Pension direkt am Großen Priepertsee
  • Yachthafen am Ellbogensee
  • Verschiedene Kanu- Stationen, Wasserwanderrastplätze, ein Campingplatz und ein Wohnmobilstellplatz
  • Fahrgastschiffanleger (Saison) – keine Abfahrt, nur Zwischenstop
  • Badestrand
  • Wasserskistrecke auf dem Großen Priepertsee
  • Wanderziele: nach Hartenland, Ahrensberg zur Hausbrücke, Düsterförde, Radensee oder zur Försterei Priepert, Fürstenberg, Klein Menow

Veranstaltungen

  • Havelfest im Juli
  • Sommerkonzert an der Kirche im August
  • Weihnachtsmarkt auf dem Kirchhof im Dezember



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