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Wustrow

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Ortsinformationen

Die Gemeinde Wustrow liegt an der Grenze zum Land Brandenburg, in einer der seenreichsten Regionen der Mecklenburgischen Kleinseenplatte.

In Wustrow besteht täglich Anschluß an das Busverkehrsnetz des Landkreises. Wustrow liegt an der Verbindungsstraße Wesenberg-Rheinsberg und Wesenberg-Priepert, mit Anbindung an die Bundestrasse 96. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Neustrelitz, Wesenberg, Mirow, Rheinsberg und Fürstenberg.

Bürgermeister von Wustrow ist Heiko Kruse.

Zu Wustrow gehören die Ortsteile Canow, Neu Canow, Drosedow, Neu Drosedow, Grünplan, Pälitzhof und Seewalde.


Natur und Landschaft

Von den zahlreichen Seen in unmittelbarer Nähe Wustrows seien hier nur der Rätzsee, der Krumme Waldsee, der Labussee, der Kleine Palitzsee, der Kienzsee, der Plätlinsee und der Peetschsee genannt. Die Seen im südlichen Gemeindebereich (Ortsteil Canow) sind untereinander verbunden und Teil der Müritz-Havel-Wasserstraße (MHW). Das gesamte Gebiet ist ein Eldorado für motorisierte und muskelkräftige Wassersportfreunde. Zwischen den Seen erstrecken sich ausgedehnte Wälder und sanfte Hügel. Die offene Landschaft der Umgebung zeichnet sich durch einige markante Erhebungen aus, die einen weiten Rundblick gestatten. Hier sind der War-Berg, der Töpfer-Berg, der Zirtow-Berg und der Reeks-Berg zu nennen.


Historie

HalbinselWustrow liegt 6 km südlich von Wesenberg am Südwestufer des Plätlinsees. Ursprünglich lagen die Bauernhöfe um einen kreisförmigen Anger, auf dessen Hügel seit 1896 die jetzige Backsteinrohbaukirche steht, die eine Fachwerkkirche von 1720 ablöste. Auch schon vor 1535 soll hier auf dem "Küsterberg" eine Kirche gestanden haben. Auf der in den See hineinragenden Halbinsel und am Kalkberg am Plätlinsee gab es vor 1000 Jahren slawische Dörfer, die auch für den Ortsnamen verantwortlich zeichnen: Inselort. Betrachtet man die Lage des Ortes genauer, so liegt er an einer wichtigen Nord- Süd-Durchfahrt, denn auf der Westseite schließt sich sofort ein weiteres Seengebiet mit dem Ballinken-, Klenz- und Gobenowsee an.

Ob Wustrow zum alten slawischen Land Lieze gehört hat, ist nicht mit Sicherheit bekannt. Der Ort wurde im Jahre 1349 erstmalig genannt, als er für 20 Jahre an die neuen Fürstenberger Grafen (siehe dazu auch Ahrensberg und Priepert) kam.

1535 gehörte Wustrow zum herzoglichen Amt Wesenberg. In den Jahren 1637/38 wurde das Dorf durch die Kaiserlichen unter Clam- Gallas und durch die Pest "stark ruiniert", so daß von den 17 Bauernhöfen vor dem Krieg im Jahre 1654 noch 5 geblieben waren. Der Freischulzenhof, der im Jahre 1806 von der herzoglichen Regierung unter die Bauern aufgeteilt wurde, war mehr als 200 Jahre im Besitz der Familie Hoppe, deren Name noch heute bei Neu Canow in dem Flurnamen "Hoppwinkel" fortbesteht. Wustrow war in der Vergangenheit eines der wenigen Bauerndörfer der Umgebung. Im Jahre 1889 hatte es 326 Einwohner, gehörte zum Amt Mirow und hatte Strasen als Poststation. In den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts waren im Ort 3 Erbpächter, 7 Bauern, 28 Büdner, 7 Häusler, ein Krug und eine Schmiede. Ein großer Teil der Einwohner hat also immer von der Landwirtschaft gelebt. Wustrow hat durch seine landschaftliche Lage gute Voraussetzungen für den Urlauberbetrieb.

Als Wanderziele bieten sich Strasen, Hartenland, Ahrensberg, Pälitzhof, Canow, Drosedow und Wesenberg an. Die Chaussee nach Wesenberg ist allerdings für eine Wanderung wenig geeignet, da der Verkehr dort in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Die Chaussee fuhrt an der bekannten Gaststätte "Waldlust" vorbei, von der viele Geschichten ihrer früheren Besucher erzählt werden. Danach zeigt sich auf der Ostseite ein umfangreiches Wiesengelände, welches bis vor Wesenberg reicht. Es ist die Plätlin- und Havel-Niederung.

Auf halber Strecke fahren wir an der ehemaligen Jungrinderaufzuchtanlage vorbei. Wir sind jetzt im Bereich der Feldmark Pomel, und auch auf der Westseite kommen Wiesen hinzu. Hier in der Nähe muß einmal das Dorf Pomel gelegen haben, denn auch der See und der steile Berg dahinter tragen diesen Namen. Beim Verbindungsgraben des Sees wurden innerhalb eines Jahres zwei Fischotter Opfer des Straßenverkehrs. Nach dem Passieren des "Heidenholzes" umfährt die Chaussee in einer großen Kurve noch einmal ein Wiesengelände, in dem vor 35 Jahren noch der Große Brachvogel brütete. Heute ist alles entwässert, auch die Kiebitze sind verschwunden. Es wird nach Möglichkeiten gesucht, mit Hilfe gezielter Wasserregulierungen und Ausgleichszahlungen den Landwirten mit ihrer für Mensch und Natur so wichtigen Milchviehwirtschaft und auch den Wiesenvögeln eine Existenz auf Dauer zu geben.

Bei Meliorationsarbeiten kamen im Jahre 1986 an der Faulen Havel Reste einer slawische Brücke und am Poggenpuhl ein prachtvolles Wikingerschwert zum Vorschein. Beide Funde sind von dem Wesenberger Horst Zander gemacht worden und mehr als 1000 Jahre alt. Wer aber von Wustrow nach Wesenberg wandern will, der kann den neuen Radwanderweg benutzen, der in Wustrow hinter der Schule beginnt und am Heegesee vorbei an die Chaussee nach Neu Drosedow führt. In Richtung dieser Ansiedlung muß man weiterwandern, um am eisernen Wegweiser der grünen Markierung zu folgen. Hinter dem Peetschsee, einem herrlichen Badegewässer, führt dann die gelbe Markierung gefahrlos nach Wesenberg, wo man am Findlingsgarten seine Kenntnisse über die Geschiebe der Eiszeit auffrischen kann.

Will man von Wustrow aber nach Süden wandern, dann muß auf jeden Fall die Straßenkreuzung passiert werden mit ihrer Eiche von mehr als 5 m Umfang. Kurz davor überqueren die Wasserwanderer die Chaussee. Folgt man der Chaussee weiter in Richtung Strasen, dann kann man nach kurzer Zeit einen von Canow kommenden Radwanderweg benutzen, um gefahrlos weiter zu kommen. Wer einen einzigartigen Ausblick auf den Plätlinsee und auf das ganze Gebiet genießen will, dem bietet sich ein Gang zum 93 m hohen Warberg an.

Rosenmalve Die Insel im Naturschutzgebiet "Nordufer Plätlinsee", bekannt durch seltene Rosenmalvenbestände und slawische Funde, ist im Hintergrund zu erkennen und auf der anderen Seite erscheinen der Große Pälitzsee, der Kleine Pälitzsee, der Klenzsee, der Kleine See, der Buchsee und der Trünnensee.

Beim Weiterwandern in Richtung Strasen ist mit dem Reeks-Graben die Gemarkungsgrenze zwischen den beiden Gemeinden erreicht. Hier befindet sich ein germanisches Urnenfeld, von dem schon einige Gräber geborgen wurden. Am Reeksgraben hört der Radwanderweg vorläufig auf. Für den Wanderer nach Strasen bietet sich nun nur noch der östliche Feldrand an, um die gefährliche Chaussee zu meiden.


Sehenswertes

  • Wustrower Dorfkirche aus dem Jahr 1897
  • Heimatmuseum in Wustrow
  • Canower und Strasener Schleuse
  • Fachwerkkirche in Strasen von 1784

Freizeitangebote

  • Übernachtung in Privatquartieren
  • Kanu- Station mit Wasserwanderrastplatz

Veranstaltungen

  • Fasching in Wustrow im Februar
  • Dorffest in Wustrow im Juli
  • Osterfeuer in Strasen
  • Maibaumfest in Strasen im Mai
  • Erntedankfest in Strasen im September



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